Donnerstag, 05. August, Platzcafé mit Vortrag von Robert Andreasch / Antifa-Café

ANTIFA-CAFÉ: ROBERT ANDREASCH: AKTUELLE STRATEGIEN VON AFD & CO. – ZWISCHEN CORONA-PROTESTEN UND BUNDESTAGSWAHL

Wann
Donnerstag – 05.08.2021
20:00 – 22:00 

Wo
Stattpark OLGA
Gottfried-Böhm-Ring 4
81369 München
Details 

Nach einem Jahr Pandemie-Pause meldet sich das Antifa-Café mit einem Vortrag von Robert Andreasch am Donnerstag den 5. August zurück: Um die nötigen Hygiene-Maßnahmen gewährleisten zu können, findet die Veranstaltung auf Stattpark Olga (Gottfried-Böhm-Ring 4) statt. Los geht es um 20 Uhr. Bei richtig miesem Wetter wird das Antifa-Café verschoben.

Aktuelle Strategien von AfD & Co. – Zwischen Corona-Protesten und Bundestagswahl

Zehntausende gingen bei den sogenannten „Coronaprotesten“ im letzten Jahr auf die Straßen. Damit hat sich nach PEGIDA erneut eine reaktionäre (Straßen-) Bewegung zusammengefunden. Wo Antisemitismus und Verschwörungswahn oft die Grundlagen bildeten, wurden, wenig überraschend Gewalt-, Putsch- und Umsturzphantasien populär. Und jetzt? Einerseits scheint mit dem Rückgang der Pandemie den „Querdenker_innen“ etwas die Luft ausgegangen zu sein. Andererseits ist ein diffuser Handlungsdruck entstanden, dem das gemeinsame ‚Auf die Straße gehen‘ und das soziale Miteinander in den Chatgruppen nicht mehr ausreicht; es kommt z. B. zu militanten Anschlägen auf Testzentren.
Gleichzeitig ruft sich das andere faschistische Problem in Erinnerung: die AfD. Knapp 7 Wochen vor der Bundestagswahl sagen Wahlforscher*innen voraus, dass die „Corona-Partei“ in Sachsen fast alle Direktmandate erringen könnte. In Sachsen-Anhalt ist die AfD im Juni zweitstärkste Parte geworden. Laut bürgerlicher Politik und Medien hätte es ganz anders kommen sollen. Sind die „extrem rechten Looser“ (Frankfurter Rundschau, März 2021) nicht „in der Krise“ (taz, August 2020), „erfolglos“ (FAZ, Februar 2021), im „absehbaren Niedergang“ (junge Welt, Dezember 2020)? Steht die AfD nicht „in Nöten wie nie zuvor“ (Die Zeit, Dezember 2020), im „Abseits“ (RND, März 2021), vor dem „Abgrund“ bzw. vor dem „Anfang vom Ende“ (Der Spiegel, März 2021)?
Robert Andreasch versucht, etwas Orientierung zu schaffen und einen Ausblick zu geben, was uns in den nächsten Wochen und Monaten von ganz rechtsaußen erwartet. Dafür hat er sich in der letzten Zeit nicht nur die Pandemieleugner*innen von innen und außen angeschaut, sondern auch die bayerische AfD, ihre aktuellen Kampagnen sowie die Strategien, denen AfD und andere extreme Rechte (nicht nur) im kommenden Bundestagswahlkampf
zu folgen versuchen.Robert Andreasch recherchiert als Autor, freier Foto- und Hörfunkjournalist über die radikale Rechte in Bayern. Er ist zudem Mitarbeiter der „antifaschistischen Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München“ (a.i.d.a. e. V.).

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